Wels zieht positive Bilanz über Projekt TALON 30+
Bei TALON 30+ (und auch beim ursprünglichen TALON-Projekt) stehen den Teilnehmenden Montag bis Donnerstag tagesstrukturierte Arbeitsplätze zur Verfügung. Das Angebot ist freiwillig und ab dem ersten Tag mit einem geringfügigen Dienstverhältnis samt kollektivvertraglicher Entlohnung verbunden. Nach nun zwei Jahren Laufzeit lässt sich eine sehr positive Bilanz ziehen: Mit einer mehr als 50-prozentigen Erfolgsquote konnten die Teilnehmer wieder Fuß am ersten Arbeitsmarkt fassen, eine Therapie absolvieren oder sich in einer AMS-Schulung neu orientieren. Daher hat sich die Stadt Wels entschlossen, die Finanzierung für TALON 30+ für zwei weitere Jahre sicherzustellen.
Neben einer sinnstiftenden Tätigkeit können sich die Teilnehmenden kostengünstig bei der ÖGK selbst versichern. Im Arbeitsalltag gestalten sie unter professioneller Anleitung hochwertige Trashdesign-Produkte von der Idee bis zur Fertigstellung selbst. Durch den Verkauf der Waren im projekteigenen Shop erhalten sie eine unmittelbare Bestätigung ihrer Fähigkeiten und Leistungen. Der Schwerpunkt der Projekte TALON und TALON 30+ liegt in der Vermittlung von Lebenskompetenzen mit dem Ziel der Erweiterung von Handlungsmöglichkeiten, um mit den Herausforderungen des Alltags wieder besser umgehen zu können und dadurch auch am ersten Arbeitsmarkt wieder unterzukommen.
Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Christa Raggl-Mühlberger: „Die bisherigen Ergebnisse von TALON 30+ zeigen eindrucksvoll, wie wichtig niederschwellige Beschäftigungsangebote für Menschen mit Suchtproblematik sind. Durch sinnvolle Arbeit, Struktur im Alltag und professionelle Begleitung eröffnen sich neue Perspektiven und echte Chancen auf einen Neustart im Berufsleben. Deshalb freut es mich besonders, dass wir dieses erfolgreiche Angebot in Wels für weitere zwei Jahre absichern können.“
Bildhinweis: Stadt Wels (bei Nennung Abdruck honorarfrei).