Wels setzt verstärkt auf Künstliche Verwaltungs-Intelligenz
Konkret beschloss der Gemeinderat jeweils mit Stimmenmehrheit den Ankauf von zwei entsprechenden Plattformen der Firma Nimble Innovations um brutto insgesamt 171.000 Euro. Die federführende Umsetzung liegt bei der Dienststelle Informationstechnologie (IT): Zunächst in Form von Pilotprojekten und nach deren Abschluss auch in weiteren Bereichen der Stadtverwaltung.
Zum einen sollen Bürger künftig durch den Einsatz KI-gestützter Assistenten ihre Anfragen automatisiert, rasch und korrekt beantwortet bekommen. Als Pilotprojekt wird im kommenden Jahr ein digitaler Assistent für Fragen rund um Bauanträge entwickelt. Dadurch sollen Nutzer mit strukturierten und gezielten Rückfragen schrittweise zu dem für ihr Vorhaben passenden Bauantragsverfahren kommen und gleichzeitig alle erforderlichen Unterlagen und Formulare zur Verfügung erhalten. Die Letztkontrolle liegt freilich weiterhin bei den „echten“ Mitarbeitern, die sich durch den Wegfall von wiederkehrenden Routineauskünften auf die eigentlichen Verfahren konzentrieren können.
Zum anderen sollen auch interne digitalisierte Prozesse verstärkt mit KI-Unterstützung ablaufen. Hier ist das Pilotprojekt im Personalwesen angesiedelt, und zwar zunächst bei der Änderung des Stundenausmaßes (aufstocken beziehungsweise reduzieren). Dieser Prozess soll von der Antragstellung bis zur abschließenden Bearbeitung (samt Prüfung der Auswirkung auf den Dienstpostenplan) vollständig automatisiert ablaufen. Auch hier obliegt die Letztkontrolle Mitarbeitern aus Fleisch und Blut, und auch hier fallen für diese zeitraubende Routinetätigkeiten weg.
Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: „Von der KI in der Verwaltung erwarte ich mir viel: Die Bürger sollen schneller und automatisierter ihre gewünschten Auskünfte bekommen, und die Mitarbeiter sollen mehr Ressourcen für qualifiziertere und wertschöpfendere Tätigkeiten haben. Wels ist hier also in einer klassischen Win-Win-Situation. Jetzt kann es losgehen, ich freue mich auf die Pilotprojekte!“