Partnerstädte und Wirtschaftspartnerschaften
Städtepartnerschaften der Stadt Wels
Die Stadt Wels verbindet mit verschiedenen Städten eine Städtepartnerschaft. Dabei wird Wert auf einen freundschaftlichen Umgang gelegt. Wirtschaft und Kultur tragen dabei einen großen Stellenwert.
Unsere Partnerstädte
In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste unterzeichneten Bürgermeister Dr. Peter Koits und sein Bistritzer Gegenüber Ovidiu Teodor Cretu am Samstag, 27. September 2014 im Zuge eines Festaktes im ehemaligen Minoritenkloster den offiziellen Partnerschaftsvertrag.
Wels und Bistritz verbindet auch ein vor 70 Jahren in den Wirren des Zweiten Weltkrieges statt gefundenes Ereignis: Zahlreiche Vertreter der deutsch-sprachigen Minderheit der Siebenbürger Sachsen waren 1944 aus Nordsiebenbürgen vor der heranrückenden Ostfront geflohen. Nicht wenige von ihnen hatten in Oberösterreich (und insbesondere in Wels) eine neue Heimat gefunden.
Am 9. Mai 1988 wurde die Städtepartnerschaft zwischen Chichigalpa und Wels von den Bürgermeistern Carlos Manuel Garcia Castillo und Karl Bregartner besiegelt.
Materielle und moralische Unterstützung auf dem Weg zu funktionierenden öffentlichen Strukturen und Einrichtungen für die Bevölkerung von Chichigalpa, aber auch der kulturelle Austausch und der Aufbau persönlicher Kontakte zwischen den Menschen beider Städte sind die Ziele dieser Partnerschaft.
Als wesentlicher Promotor für diese Städtepartnerschaft gilt das Nicaragua Komitee Wels, das seit vielen Jahren gelebte Solidarität mit dem von Revolutionen, Regierungswechseln und Unwetterkatastrophen gepeinigten Land beweist.
Mit der südrussischen Stadt Krasnodar hat Wels eine weitere Partnerstadt, mit der sowohl wirtschaftlich, als auch auf dem Gebiet der Wissenschaft viele Synergien entstehen werden.
An der Spitze einer Welser Delegation unterzeichnete Bürgermeister Dr. Andreas Rabl gemeinsam mit Oberbürgermeister Evgeny A. Pervyshov die Partnerschaftsurkunde.
Im Ballungsraum um Krasnodar leben rund 1,4 Mio. Einwohner. Die Stadt zeichnet sich durch einen starken Forschungsschwerpunkt und eine florierende Wirtschaft aus. Durch die Städtepartnerschaft sollen die gegenseitigen Beziehungen, in den Bereichen Wirtschaft, Messe, Bildung, Kultur, Jugendpolitik, Sport und Gesundheitswesen, gestärkt werden.
Krasnodar ist für viele Welser Firmen von wirtschaftlicher Bedeutung. Sowohl Trodat, als auch die Gebrüder Weiß, Resch & Frisch oder Rübig haben ihr Interesse an der russischen Stadt bekundet.
Auch das Klinikum Wels-Grieskirchen sieht dieser Partnerschaft positiv entgegen. Krasnodar verzeichnet auf einigen medizinischen Gebieten, wie der Herz- und Thoraxchirurgie, der Urologie und Onkologie, große Erfolge. Hier soll künftig ein reger Austausch stattfinden.
Wissen ausgetauscht werden soll auch mit der Welser Fachhochschule. Hier wird ebenfalls eine enge Kooperation angestrebt. Auch eine Schulpartnerschaft ist zukünftig angedacht.
Altbayerische Lebensart, Kultur und modernes Leben vereinen sich hier zu einem unverwechselbaren Akkord. Die historischen Straubinger Türme grüßen weit hinein ins Land und heißen alle Gäste in der Agnes-Bernauer-Stadt an der Donau willkommen. 8000 Jahre Siedlungsgeschichte haben Straubing geprägt und ihm ein unverwechselbares Flair verliehen.
Die Unterzeichnung der Partnerschafturkunde in Wels zwischen Oberbürgermeister Ludwig Scherl (Straubing) und Bürgermeister Leopold Spitzer (Wels) erfolgte am 25. November 1972 und am 14. April 1973 in Straubing.
Straubing, wie Wels bereits keltisch und römisch (Sorviodurum) besiedelt, ist das Zentrum des "Gäuboden", einer äußerst fruchtbaren Ebene, die als Kornkammer Bayerns gilt. Noch 66 Jahre vor dem ersten Welser Volksfest, also schon 1812, haben die Straubinger ihr erstes "Gäubodenfest" gefeiert und tun das bis heute alljährlich im August mit rund einer Million Besuchern. Diese und viele weitere Gemeinsamkeiten dienen der Freundschaftspflege und Kontaktnahme auf allen denkbaren Ebenen.
Mit der Unterzeichnung der beiden Urkunden durch die Bürgermeister Ing. Frantisek Dedic und Dr. Peter Koits wurde am 10.9.2005 die Partnerschaft zwischen den Städten Tábor in Tschechien und Wels offiziell besiegelt.
Oberstes Ziel der Partnerschaft ist die Bildung einer funktionierenden und prosperierenden Vereinigung der gleichberechtigten Städte, wie es auf der Urkunde wörtlich heißt. Darin ist weiters festgehalten, dass das Kennenlernen der gegenseitigen Kultur, Bildung und Traditionen ebenso gefördert werden soll wie die Kontakte und Zusammenarbeit von Firmen, Bildungseinrichtungen, Vereinen, Organisationen und Bürgeraktivitäten.
Im Bereich der Wirtschaft will man sich gemeinsam um Förderungen der EU bemühen und sich für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur zwischen Oberösterreich und Böhmen einsetzen. Generell wollen Tábor und Wels als Mitglieder der EU möglichst viel zu den Bemühungen um Frieden, Wachstum und zur europäischen Einheit beitragen.
Wirtschaftspartnerschaften
Die Stadt Wels unterstützt seit vielen Jahren Welser Unternehmen in ihren Aktivitäten in Ost-Europa. Im Hause des Magistrates kümmern wir uns im Rahmen der Wirtschaftspartnerschaften darum, die diversen Kontakte und Anstrengungen zu diesem Thema zu bündeln.
Ein zentraler Bestandteil ist die sehr gut funktionierende Partnerschaft mit dem Wirtschaftsförderungsinstitut Österreich. Das WIFI veranstaltet Managementlehrgänge in Ost-Europa vorwiegend in den Ländern Russland, Slowakei, Ukraine, Bulgarien, Rumänien u. Georgien. Teilnehmer derartiger Kurse sind Manager örtlicher Klein-, Mittel- aber auch Großunternehmen aus dem mittleren und höheren Managementbereich.
Zum Abschluss und Höhepunkt der Lehrgänge ist meist ein Österreichaufenthalt eingeplant. Nach einigen Tagen in Wien kommen die Gäste auch in unsere Stadt.
Der Magistrat der Stadt Wels organisiert zum einen Firmenbesichtigungen für die gesamte Delegationsgruppe bei großen Welser Unternehmen beispielsweise bei den Firmen Fronius, Reformwerke oder Kraftwerk. Zum anderen vermitteln wir aber auch in Zusammenarbeit mit der Welser Wirtschaftskammer Kontakte und Termine zu Betrieben im Großraum Wels die individuell auf die Interessen und Geschäftsfelder der ausländischen Manager abgestimmt sind.
Des Weiteren pflegen wir sehr intensiv unsere Kontakte zu unseren Wirtschaftspartnerstädten. Bei diesen Kontakten steht vor allem der Austausch von Erfahrungen auf kommunaler Ebene im Vordergrund.
Die Stadt Wels ist neben der Bundeshauptstadt die einzige österreichische Stadt die sich um internationale Wirtschaftspartnerschaften kümmert und bemüht.
Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass dieses Engagement von den Unternehmen im Großraum Wels sehr geschätzt wird. Wir werden auch in Zukunft unsere Wirtschaftskompetenz - eben auch auf internationaler Ebene - forcieren und uns in diesem Sinne für die Welser Unternehmen einsetzen.