Stadt Wels und eww Gruppe informieren über heurige Tiefbau-Vorhaben
Neugestaltung Kaiser-Josef-Platz Mitte/West
Nach der erfolgreichen Neugestaltung des östlichen Kaiser-Josef-Platzes im Jahr 2021 startet in Kürze die Erneuerung des mittleren und westlichen Teils dieser wichtigen innerstädtischen Verkehrsfläche. Dabei erneuert die eww Gruppe zunächst – wie 2021 – die größtenteils aus den 1960er- bis 1970er-Jahren stammenden Leitungen für Strom, Wasser, Abwasser, Wärme und Gas. Die Ausschreibung der einzelnen Gewerke erfolgte gemeinsam mit der Stadt Wels. Dies hat den Vorteil, dass eine Baufirma für die gesamten Umbaumaßnahmen – unter und über der Erde – zuständig sein wird. Derzeit laufen die Verhandlungen mit den Baufirmen für die Auftragsvergabe. Die Arbeiten an der Neugestaltung beginnen im April und dauern voraussichtlich bis Oktober.
Die gute Nachricht der eww Gruppe für Anrainer ist dabei: Wenn Änderungen an den Anschlüssen geplant sind, können diese nun mitumgesetzt werden – ohne zusätzliche Baustelle. Es besteht die Möglichkeit, die Stromleistung zu erhöhen (beispielsweise für E-Ladestationen, Wärmepumpen etc.), einen Glasfaseranschluss zu erhalten und künftige Um- oder Neubauten technisch vorzubereiten. Dadurch können Zeit und Kosten gespart werden. Die Arbeiten der eww Gruppe erfolgen abschnittsweise, damit die Einschränkungen möglichst gering bleiben. Kurzfristige Abschaltungen werden rechtzeitig angekündigt.
Neben der eww Gruppe investiert auch die Stadt Wels eine erhebliche Summe – nämlich rund 3 Mio. Euro – in die Umgestaltung des Kaiser-Josef-Platzes Mitte/West. Zusätzlich zur Erneuerung der Beleuchtung erhält die nördliche Seite eine neue Pflasterung, verwendet wird dafür das Bestandsmaterial. Im südlichen Teil wird die Pflasterung stellenweise angepasst. Der Spielplatz im Mittelteil sowie der Brunnen werden durch einen Wasserspielplatz ersetzt.
Der Tiefgaragenabgang Höhe Bäckergasse wird ebenfalls umgestaltet. Darüber hinaus sehen die Pläne mehrere Baumstandorte (Tröge) vor. Bei der Busdrehschreibe im Ostteil wird die Oberfläche wegen der hohen Belastung durch die Busse sowie die starke Sonneneinstrahlung erneuert und teilweise durch eine Betonfahrbahn ersetzt. Aufgrund der Umbauarbeiten am Kaiser-Josef-Platz wird der Tagesmarkt ab Freitag, 24. April auf das Gelände des Zentralmarktes (Hamerlingstraße 8) verlegt.
Weitere Projekte der Stadt Wels
Wie berichtet, beschloss der Welser Gemeinderat im vergangenen November das rund 14,5 Mio. Euro umfassende Straßenbauprogramm 2026. Vorbehaltlich der weiteren Beschlüsse fließt diese Summe somit im heurigen Jahr in den Neubau sowie die Erhaltung von Straßen, Rad- und Gehwegen sowie Brücken. Hier ein Überblick über die wichtigsten Maßnahmen des heurigen Jahres:
Der im Jahr 2004 eröffnete Trodatsteg, der Wels und Thalheim über den Traunfluss verbindet, braucht dringend einen neuen Korrosionsschutz. Die Kosten betragen rund 1,0 Mio. Euro und werden zwischen der Stadt und ihrer Nachbar-Marktgemeinde aufgeteilt. Der Termin für die Sanierung ist für den heurigen Sommer beziehungsweise Herbst geplant.
Zu einem Neubau (Tausch) der Brücke kommt es in der Carl-Blum-Straße: Die Arbeiten werden voraussichtlich im Oktober gemeinsam mit der eww Gruppe durchgeführt, der Kostenanteil der Stadt beträgt rund 410.000 Euro.
Rund 500.000 Euro werden heuer im Rahmen des Siedlungssonderbauprogramms in folgenden Straßen investiert: Baumgartner-, Alpenland-, Johann-Strauß- und Pernauer Straße.
Nach derzeitigem Stand zwischen August und Oktober kommt es zu einem Kreuzungsumbau im Bereich Maria-Theresia-Straße/Rennbahnstraße. Die Kosten für die Adaptierung – voraussichtlich mit einer Ampelanlage – betragen rund 500.000 Euro.
Für neue Feinbeläge sowie Frostschadensanierungen investiert die Stadt (teilweise gemeinsam mit der eww Gruppe) heuer rund 400.000 Euro in folgende Straßen: Laahener Straße, Lessing-, Birken-, Nestroy- und Fichtenstraße, Lange Nase, Fernwärme Nordring sowie Negrelli-, Oberfeld- und Noitzmühlstraße (letztere drei nur Frostschaden).
Weitere Projekte der eww Gruppe
Auch 2026 liegt ein Schwerpunkt der eww Gruppe auf dem weiteren Ausbau der Welser Fernwärme. Ziel ist es, möglichst viele Welser Haushalte und Unternehmen an diese nachhaltige regionale Wärmeversorgung anzuschließen. Parallel dazu investiert Wels Strom weiter in den Ausbau des Stromnetzes, um die Herausforderungen der Energiewende zu bewältigen.
Damit Bauvorhaben möglichst effizient und rasch umgesetzt werden, plant und realisiert die eww Gruppe ihre Projekte zentral. Betroffene Anrainer werden rechtzeitig proaktiv informiert. Insgesamt investiert die eww Gruppe heuer 33,8 Mio. Euro in den Ausbau und die Wartung aller Netze. Neben dem Projekt Kaiser-Josef-Platz Mitte/West sind die für Verkehrsteilnehmer wichtigsten Projekte:
Dragonerstraße/Lokalbahnhof (14 Wochen Bauzeit, zweites Quartal 2026): Ausbau Fernwärme, Wasser und Strom
Kienzlstraße (rund fünf Wochen Bauzeit, zweites Quartal 2026): Ausbau Fernwärme
Schulstraße (Sommerferien 2026): Sanierung Fernwärmeleitungen
Franz-Keim-Straße/Eferdinger Straße (rund fünf Wochen, drittes Quartal 2026): Sanierung Fernwärmeleitungen
Zitate
Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: „Wels pulsiert und modernisiert – das zeigt sich unter anderem auch bei den vielen Bauprojekten. Der Ausbau und die Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur, der Ausbau der Fernwärme sowie die Erneuerung der Versorgungsnetze sind wichtig, um Bürgern, Unternehmen sowie Besuchern unserer Stadt eine sichere und moderne Stadtinfrastruktur zu bieten.“
Mobilitätsstadtrat Stefan Ganzert: „Baustellen verursachen verständlicherweise oft Unmut bei Verkehrsteilnehmern und Anrainern. Ich verstehe den Ärger über die damit verbundenen Sperren und Umleitungen gut, da ich als Welser Bürger selbst auch damit konfrontiert bin. Durch die Abstimmung zwischen Stadt und eww Gruppe versuchen wir, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten.“
Vorstandsdirektor Ing. Wolfgang Nöstlinger, MSc MBA (eww Gruppe): „„Eine sichere Energie- und Wasserversorgung entsteht nicht von selbst – sie muss laufend erneuert und ausgebaut werden. Deshalb investieren wir jedes Jahr intensiv in unsere Netze und Infrastruktur. Die Baustellen im Stadtgebiet zeigen, dass wir unsere Versorgungsnetze Schritt für Schritt modernisieren und für die Anforderungen der Zukunft vorbereiten. Uns ist bewusst, dass Baustellen im Alltag manchmal Geduld erfordern. Umso wichtiger ist es uns, die Arbeiten so effizient wie möglich abzuwickeln.“
Im Bild (v.l.): Vorstandsdirektor Ing. Wolfgang Nöstlinger, MSc MBA, Bürgermeister Dr. Andreas Rabl, Mobilitätsstadtrat Stefan Ganzert und Baudirektor Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pichler.
Bildhinweise: dualpixel (Fotos eww Fernwärme-Bauarbeiten) bzw. Stadt Wels (restliche Fotos). Bei Nennung Abdruck honorarfrei.