Welser Figurentheaterfestival wieder mit GĂ€ste-Plus
Das Festival holte im Zeitraum von Donnerstag, 12. bis Donnerstag, 19. MĂ€rz insgesamt 54 Gruppen und EinzelkĂŒnstler aus sieben LĂ€ndern bei 55 Vorstellungen nach Wels. 2027 wird dies in Ă€hnlicher Dimension bei der 35. Auflage von Donnerstag, 11. bis Donnerstag, 18. MĂ€rz der Fall sein. Dem öffentlichen Raum galt in diesem Jahr ein besonderes Augenmerk: Dank der groĂen Bereitschaft zahlreicher Welser GeschĂ€fte konnten dort KurzstĂŒcke im Format Lambe-Lambe zumeist fĂŒr jeweils eine Person gezeigt werden. Im âCine Traktoriâ â einer mobilen BĂŒhne â trat Akira Schroth am Samstagnachmittag auf, wĂ€hrend an den ĂŒbrigen Festivaltagen dort Kurzfilme gezeigt wurden.
Die RĂŒckmeldungen von KĂŒnstlern und GĂ€sten waren einhellig positiv. Immer wieder gelobt wurde die besondere AtmosphĂ€re des Festivals, die vor allem auch von den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern geschaffen wird. Das betonte auch Kulturreferentin VizebĂŒrgermeisterin Christa Raggl-MĂŒhlberger bei der Eröffnung besonders. Bei dieser lieĂ die Company Freaks und Fremde aus Dresden in âEisler Lost In Hollywoodâ das Leben des berĂŒhmten Komponisten Hanns Eisler in all seiner WidersprĂŒchlichkeit erstrahlen. Bildgewaltig, ironisch und mit einer respektvollen Adaption der Originalkompositionen wurde das Publikum 90 Minuten lang in den Bann der Geschichte gezogen.
Im Anschluss daran wurde auch das Festival im Festival â die vierte Ausgabe von Young Animation (YA) â eröffnet. Eva Mario Hasler machte in der 15-minĂŒtigen Performance âEvas Apfelâ mit dem bekanntesten SĂŒndenfall der Weltgeschichte als Ausgangspunkt deutlich, dass junges Figurentheater sowohl technisch als auch inhaltlich viel zu bieten hat. Auch in der akrobatischen Clowneske âEinrĂ€umenâ von Camilla Krause zeigte sich die Innovation und KreativitĂ€t der âJungenâ. Die Vorstellungen fĂŒr junges Publikum waren durchwegs ausgebucht: Von MĂ€rchen ĂŒber Kinderbuchadaptionen bis hin zu berĂŒhrenden zeitgeschichtlichen Themen lieĂen sie alle inhaltlichen Facetten zu, die mit den Mitteln des Figurentheaters unmittelbar greifbar wurden.
Kulturreferentin VizebĂŒrgermeisterin Christa Raggl-MĂŒhlberger: âDas Internationale Welser Figurentheaterfestival hat einmal mehr eindrucksvoll bewiesen, wie lebendig und vielfĂ€ltig diese Kunstform ist. Der deutliche Besucherzuwachs und die groĂe Begeisterung bei Publikum wie KĂŒnstlern zeigen, welchen hohen Stellenwert das Festival fĂŒr unsere Stadt und weit darĂŒber hinaus hat. Besonders die Ăffnung in den öffentlichen Raum und das starke Engagement der vielen Ehrenamtlichen machen diese Veranstaltung zu einem einzigartigen kulturellen Erlebnis.â
Bildhinweise: Reinhard Winkler (bei Nennung Abdruck honorarfrei).