Asylheim wird geschlossen - Am Kamerlweg entsteht neuer Wohnraum
Wie den Medien zu entnehmen war, gab es in der Asylunterkunft am Kamerlweg einen Eigentümerwechsel. Nach einem positiven Gespräch des Welser Integrationsreferenten mit dem neuen Eigentümer, dem Welser Immobilienunternehmen Bullenhaus Holding GmbH, gibt es Neuigkeiten zu berichten: Mit Stand Dienstag, 19. Mai waren dort 122 Asylwerber und Vertriebene (Grundversorgung) untergebracht. Nach ihrem geplanten Auszug werden sie vom zuständigen Land Oberösterreich auf andere Unterkünfte aufgeteilt. Die Wohnanlage wird dann Schritt für Schritt modernisiert.
Die Mietwohnungen am Kamerlweg werden nach der vollständigen Renovierung eine wichtige Ergänzung bei dem im Welser Stadtgebiet verfügbaren günstigen Wohnraum darstellen. Konkret umfasst die Wohnanlage am Kamerlweg 19, 19a, 19b, 21a, 21b, 23a und 23b sieben Gebäude mit insgesamt 52 Wohnungen und einer Wohnfläche von knapp 3.500 Quadratmetern. Mit der Übernahme werden nun zahlreiche Renovierungs- und Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt, um die Wohnqualität nachhaltig zu erhöhen und das Erscheinungsbild der gesamten Anlage deutlich aufzuwerten. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen:
Reinigung und Erneuerung der Fassaden
Renovierung und Neugestaltung der Stiegenhäuser samt Bodenbelägen
Neue Beleuchtung
Reinigung sämtlicher Dächer
Aufwertung der Spielplätze sowie neue attraktive Sitz- und Aufenthaltsbereiche im Freien
Neue Schrankenanlage und neue Bodenmarkierungen für den Parkplatz
Einrichtung geschlossener und getrennter Müllräume
Teilweiser Austausch von Wohnungseingangstüren
Renovierungsarbeiten in einzelnen Wohnungen
Neben der optischen und funktionalen Aufwertung der Wohnanlage konnten durch verschiedene Maßnahmen bereits auch die Betriebskosten für die Bewohner gesenkt werden. Die umfangreichen Renovierungen und Investitionen tragen laut dem neuen Eigentümer zu einem deutlich freundlicheren, moderneren und attraktiveren Erscheinungsbild der Wohnsiedlung bei.
Unterstützung der Stadt Wels für Wohnungssuchende
Die Stadt Wels hat bei mehr als 5.000 gemeinnützigen Wohnungen (vorwiegend von der Welser Heimstätte, der LAWOG und der Familie) das Vergaberecht. Wie berichtet, wurden im vergangenen Jahr insgesamt 604 Wohnungsanträge beim städtischen Wohnungsservice erfasst. Damit lag die Zahl der aktiv Wohnungssuchenden zwar leicht unter dem Wert des Jahres 2024, jedoch konnte die Stadt auch im abgelaufenen Jahr in insgesamt 330 Fällen erfolgreich passende Wohnungen zuweisen.
Wie können sich interessierte Bürger als wohnungssuchend melden? Das Wohnungsservice übernimmt die Vormerkung und Evidenthaltung der Wohnungssuchenden, erstellt die Vorschläge an die Entscheidungsträger und weist die vergebenen Wohnungen zu. Die Vormerkung ist mittels Formular möglich. Die Abgabe ist im Rathaus (Eingang Stadtplatz 2, Erdgeschoß, Zi. 9) in Papierform sowie online unter wels.at/formulare unter „Bauen und Wohnen“ möglich. Für Fragen stehen die Mitarbeiterinnen unter Tel. +43 7242 235 4490 oder per E-Mail unter wos@wels.gv.at gerne zur Verfügung.
Für die Vormerkung bei der Stadt Wels als Wohnungssuchender gibt es für österreichische Staatsbürger, EU-Bürger, Personen mit Aufenthaltstitel „Daueraufenthalt EG“ und Flüchtlinge im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention folgende Voraussetzungen:
Vollendetes 18. Lebensjahr (außer Frauen, die eigenes Kind versorgen oder schwanger sind)
Hauptwohnsitz beziehungsweise Arbeitsplatz seit fünf Jahren ununterbrochen in Wels
Grundkenntnisse der deutschen Sprache
Bei Nicht-EU-Bürgern gelten folgende Voraussetzungen:
Hauptwohnsitz beziehungsweise Arbeitsplatz seit zehn Jahren ununterbrochen in Wels
Rechtmäßiger Aufenthalt in Österreich
Grundkenntnisse der deutschen Sprache
Zitate
Integrationsreferent Vizebürgermeister Gerhard Kroiß: „Der Integrations- und Sprachförderbedarf in der Stadt Wels ist aufgrund der Zuwanderung groß. Ich begrüße daher die Schließung der Asylunterkunft am Kamerlweg und bedanke mich beim neuen Eigentümer für die konstruktiven Gespräche.“
Wohnungsreferent Stadtrat Ralph Schäfer, MSc: „Gerade in der Pernau fehlen leistbare und attraktive Wohnungen für Familien. Die unmittelbare Nähe zu zahlreichen erfolgreichen Unternehmen macht diesen Stadtteil besonders gefragt – das bestätigen auch die vielen Anfragen beim städtischen Wohnungsservice. Umso wichtiger ist es, dass das bestehende Quartier modernisiert und wieder für Wohnungssuchende nutzbar gemacht wird. Mein Dank gilt dem privaten Bauträger für die konstruktive Zusammenarbeit und die Bereitschaft, hier gemeinsam eine gute Lösung für Wels zu schaffen.“
Geschäftsführer David Zulj, BA (Bullenhaus Holding GmbH): „Leistbarer Wohnraum entsteht nicht nur auf der grünen Wiese. Oft liegt die Lösung bereits vor uns. Wir investieren am Kamerlweg in 52 bestehende Wohnungen und machen daraus wieder ein attraktives Zuhause für viele Welser Familien."
Im Bild (v.r.):
Vizebürgermeister Gerhard Kroiß, David Zulj, BA, und Stadtrat Ralph Schäfer, MSc.
Bildhinweis: Stadt Wels (bei Nennung Abdruck honorarfrei)