Equal Pay Day heuer am Donnerstag, 5. November
Den EPD berechnet die Arbeiterkammer Oberösterreich jĂ€hrlich anhand von Daten der Statistik Austria (Lohnsteuerstatistik 2024, Stand Dezember 2025). Frauen verdienen 2026 durchschnittlich 57.446 Euro brutto, MĂ€nner 67.988 Euro (verglichen werden Vollzeit beschĂ€ftigte Frauen und MĂ€nner). FĂŒr Einkommensgleichheit wĂ€re ein Plus von 18,4 Prozent nötig (2016 waren es 28,8 Prozent).
Durch die strukturellen Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt ist die Situation in Wels-Stadt besser: FĂŒr hier beschĂ€ftigte Frauen gilt Mittwoch, 11. November als EPD. Dies entspricht 51 Gratis-Arbeitstagen und einem notwendigen Plus von 16,2 Prozent. Im Land Oberösterreich war der EPD bereits am Freitag, 23. Oktober, und das erforderliche Plus betrĂ€gt 23,7 Prozent.
Aus den Bildungsdaten ist ersichtlich, dass mehr Frauen die Schullaufbahn mit Matura abschlieĂen. Auch auf den Unis sind Frauen in der Mehrheit, die ihre Studien abschlieĂen. Am Arbeitsmarkt hinkt die Gleichstellung jedoch nach. Um dies aufzuholen, wĂ€re neben einer gerechten Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit die Umsetzung der Lohntransparenz hilfreich. Diese ist die beste Voraussetzung fĂŒr den gleichen Lohn fĂŒr gleiche Arbeit, schafft Klarheit und ist ein wichtiger Baustein fĂŒr das Ende der systematischen Ungleichbehandlung am Arbeitsmarkt. Gleichzeitig sind diese Bausteine fĂŒr ein selbstbestimmtes und finanziell unabhĂ€ngiges Leben die beste GewaltprĂ€vention fĂŒr Frauen.
Heuer gibt es neben dem Informationsfolder und dem beliebten Haushaltsplan, mit dem humorvoll die Verteilung der unbezahlten TĂ€tigkeiten sowie Kinderbetreuung und der âMentalen Lastâ in Beziehungen ausgetestet werden können, auch Taschen. Beides wird bei diversen Aktionen â in Gruppen- und EinzelgesprĂ€chen sowie bei Veranstaltungen â verteilt.
Frauenreferentin VizebĂŒrgermeisterin Christa Raggl-MĂŒhlberger: âFaire Bezahlung ist mehr als eine Frage der Gerechtigkeit. Sie schafft die Grundlage fĂŒr finanzielle UnabhĂ€ngigkeit und ein selbstbestimmtes Leben. Frauen mĂŒssen von ihrer Arbeit genauso leben und ihre Zukunft genauso eigenstĂ€ndig gestalten können wie MĂ€nner. Deshalb mĂŒssen wir Einkommensunterschiede abbauen, Lohntransparenz stĂ€rken und dafĂŒr sorgen, dass auch die unbezahlte Arbeit in unserer Gesellschaft gerechter verteilt wird.â
Im Bild (v.r.):
Frauenreferentin VizebĂŒrgermeisterin Christa Raggl-MĂŒhlberger und Frauenbeauftragte Claudia Glössl, MAS MSc MA.
Bildhinweis: Stadt Wels (bei Nennung Abdruck honorarfrei)